1.Diaprojektor für Kleinfilme - Filmmuseum Wolfhagen

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1.Diaprojektor für Kleinfilme

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Erst vor einigen Tagen wurde mir ein sehr verdrecktes Gerät übergeben, das auf den ersten Blick nicht unbedingt dem Gebiet Foto oder Film zugeordnet werden konnte. Rolf Gerhold aus Naumburg (gebürtig aus Niederelsungen), der beim Entrümpeln der alten Schule von Niederelsungen das Gerät fand, hatte aber den richtigen Riecher und verhinderte die Entsorgung in die Mülltonne.
Eine erste Reinigung ließ wieder ein kleine Schild sichtbar werden und den Namenszug Filmdienst Dresden-A. Ammonstr.2 lesbar machen.
Das Internet lieferte die ersten Daten:  Im Jahre 1924 wurde in Dresden der Filmdienst Jost & Co. KG gegründet, der 1932 in Filmosto-Projektion GmbH und schließlich 1937 in Filmosto-Projektoren Johannes Jost umbenannt wurde. Produkte der Firma waren zum einen Bildbänder, zum anderen die beiden Dia-Projektoren Aladin und Bube.

Bei dem übergebenen Gerät handelt es sich zweifelsfrei um den ersten Diaprojektor für Kleinbildfilme. Der Typ A wird den frühen 20er Jahren (vor 1924) zugeordnet. Er war zur Projektion von Präparaten und Kleinbildfilmen geeignet.

Die genaue Funktion gibt Rätsel auf:
Zwei kreisrunde Glasscheiben vor dem Projektionsfenster könnten neben Filmstreifen auch Präparate (Pflanzen, Insekten oder Mikroskopschnitte) gehalten haben. Leider gibt es keine Gebrauchsanleitung.
Interessant ist es, dass das Gerät als Lehrmittel in den Schulen eingeführt wurde und eine Dorfschule sich schon in den 20er-Jahren diesen Projektor  beschaffte. Der damalige Lehrer  (Name ist noch zu recherchieren) muss sehr engagiert gewesen sein, wenn es sich ein solches Gerät als Lehrmittel für den Naturkunde-Unterricht benutzte.
Durch Anfragen im Deutschen Filmmuseum hoffe ich noch einiges in Erfahrung zu bringen.

Dirk Lindemann

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